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City Of God [BLU-RAY]

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Hersteller Beschreibung

NOTICE: Polnische Ausgabe, Cover kann polnischen Markierungen enthalten. Dieser Artikel hat KEINE Deutsche Sprache und Untertitel.

In Sachen Globalisierung hinken die meisten Industrien und in gewisser Weise sogar die Wirtschaft insgesamt der Popkultur hoffnungslos hinterher. Heute kann man den Begriff "World Cinema" wörtlich nehmen. Es gibt ein Kino der Welt, dessen Vertreter genauso aus Europa wie aus Amerika, aus Asien wie aus Südamerika kommen können. Kein Film der letzten Jahre hat diese Entwicklung dabei so klar und unzweideutig widergespielt wie Fernando Meirelles’ und Kátia Lunds gefeiertes Epos City of God. Dieses zwei Jahrzehnte umspannende Porträt des Drogenhandels und der Bandenkriminalität in einer Favela am Rand von Rio de Janeiro ist das Produkt einer globalen Bildermaschinerie, die sich vor allem aus den Filmen amerikanischer Regisseure wie Martin Scorsese und Quentin Tarantino speist, die wiederum selbst die Zweitverwertung von Kinobildern aus der ganzen Welt zu einer eigenen Kunstform erhoben haben.

Erzählt werden die vielen kleinen und größeren Geschichten aus dem "City of God" genannten Elendsviertel von Buscapé. Er ist ein Kind dieses Ghettos, aber er ist dort immer ein Außenseiter geblieben, einer der am Rand steht und die Dinge beobachtet, erst nur so, später dann mit der Kamera. Durch ihn erfahren wir von den "Wild Angels", der ersten Gang dieser Favela. Ihre Mitglieder waren in den späten 60er-Jahren noch so etwas wie Helden, und ihre Raubzüge wirkten beinahe spielerisch. Doch diese Zeit der Unschuld sollte enden, als Löckchen, ein gerade einmal zehn Jahre altes Kind, einen Überfall auf ein Bordell in ein Blutbad verwandelte. Von diesem Moment an waren die "Wild Angels" Geschichte, und Löckchens Aufstieg konnte beginnen. In den 70er-Jahren hat er dann mit seiner Gang die Kontrolle über den Drogenhandel in der "City of God" übernommen und sich ein wahres Imperium geschaffen, das dann in den 80er-Jahren aber immer weiter zerbröckeln wird.

Fernando Meirelles und Kátia Lund nutzen für ihr Banden-Epos so ziemlich die ganze Bandbreite der erzählerischen und der technischen Mittel des Kino. Auf der einen Seite verfolgen sie wie einige Filmemacher des "Cinema Nuovo", die in den 70er-Jahren das brasilianische Kino weit über seine Landesgrenzen bekannt gemacht haben, einen semidokumentarischen Ansatz. Nahezu alle Rollen haben sie mit Laien aus der "City of God" besetzt, um so ein möglichst authentisches Bild der Banden und der Gewalt zu zeichnen. Auf der anderen Seite unterlaufen die beiden Filmemacher dieses realistische Konzept durch eine Inszenierung, die zugleich auf die modernen Klassiker des amerikanischen Gangsterkinos und auf den Montagestil von Musikvideos Bezug nimmt. Produktionen wie Scarface und Good Fellas, Pulp Fiction und Boogie Nights haben eine globale Filmsprache geschaffen, die sich auf die Verhältnisse in einem Elendsviertel von Rio de Janeiro genauso anwenden lässt wie auf die Drogenszene amerikanischer Metropolen.

Es ist dieser enorm kinetische, fast schon brutale Stil, der City of God 2002 in Cannes zu einer Sensation werden ließ. Seine Kraft und seine Effektivität lassen sich nicht bestreiten. Man kann sich dem Film und seinem Rhythmus kaum widersetzen. Aber genau darin liegt auch sein Problem. Die Inszenierung schiebt sich letztlich vor die Figuren, und so wäre zumindest in einigen Szenen und Momenten am Ende weniger wahrscheinlich mehr gewesen. --Sascha Westphal

Wenn man in der "Cidade de Deus", der City of God - einer der Favelas von Rio de Janeiro -, aufwächst, ist die Kindheit früh zu Ende. Was andernorts Bandenspiele sind, ist hier Bandenkrieg - mit echten Waffen.

Hier wachsen der rücksichtslose Dadinho, genannt Locke, und der schüchterne Buscape auf. Um zu überleben, setzt Dadinho auf Kokainhandel, Gewalt und Raubüberfälle. Buscape hingegen träumt davon Fotograf zu werden. Nach zwanzig Jahren haben beide ihr Ziel erreicht. Dadinho is Ze Pequeno, der gefürchtetste Drogen-Dealer Rios.
In der City of God ist sein Wort Gesetz...bis Mane Galinha auftaucht. Mane wird Zeuge der Vergewaltigung seiner Freundin und beschließt, Ze aus Rache zu töten.

Über Nacht scharrt er eine Armee von bewaffneten Kindern um sich, die alle das Gleiche wollen: Zes Tod. In der City of God bricht der Krieg aus.

Atemlos und packend erzählt Regisseur Fernando Meirelles mit virtuosen Schnittfolgen die Geschichte von Armut und Drogen, Ehrgeiz und Gewalt aus der Perspektive derer, die sie täglich erleben.